Erfahrungsbericht zu einem Fotobuch der prof. Line von saal digital

Fotobuch beyond cover

Seit geraumer Zeit spukte in meinem Kopf die Idee ein Fotobuch mit einem Teil der Portraits der letzten Jahre zu erstellen.
Jedoch ist das eine recht aufwändige Angelegenheit. Auch wenn mein Lightroom-Katalog ziemlich gut gepflegt ist, so ist Auswahl und ggf. abschließende Bearbeitung zeitraubend.

Nun bot saal digital mir an die Professional Line zu testen und dies mit einem Gutschein über 100€ zu unterstützen. Somit kam der Stein ins rollen.
Wenn man weiß welche Bilder in das Buch sollen, dann ist schon viel geschafft und man kann man sich Gedanken über Größe, Papierart, Seitenanzahl usw. machen.

Ich bin ein Fan von mattem Papier, ganz besonders bei s/w, da ich finde, dass es edler wirkt. Und weil glänzend schnell sehr nah an spiegelnd ist. Je nach dem wie genau man es nimmt, wird nun das entsprechende ICC-Profil von saal digital geladen (Link), installiert (bei Windows ein Doppelklick auf die Datei) und die zu druckenden Bilder in Lightroom per Softproof geprüft bzw. angepasst. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Wählt das entsprechende Bild, geht in das Entwickeln-Modul und klickt “Softproof” an. Sollte unter “Profil-Einstellungen” ein anderes Profil stehen, dann klickt dieses an und eine Auswahlbox erscheint.

Bevor man nun wirklich anfängt die Bilder zu bearbeiten, ist es ein guter Zeitpunkt seinen Monitor noch mal zu profilieren – falls die entsprechende Möglichkeit besteht. Ich habe hier so einen kleinen Spyder, der alle paar Monate mal ran muss.

So, wenn all diese Arbeiten erfolgt sind, dann ist die Gestaltung in der saal eigenen Software relativ einfach. Ein in meinen Augen wirklich gut gelungenes Stück Software. Die wesentlichen Funktionen erschließen sich einem direkt und sind auch praktisch angelegt. Kein unnötiges Rumgeklicke. Ich muss aber dazu auch sagen, dass ich kein Freund von vielen Texten und Elementen, am besten noch unterschiedlich formatiert und bunt, bin. Ich mag es klar und einfach. Somit habe ich nur einen Teil der Funktionen genutzt.
Es ist aber auch nicht mein erstes Fotobuch von saal und somit ist mir die Software in einem gewissen Maße vertraut.

Dennoch habe ich einige Zeit mit der Software verbracht. Bis bei 90 Seiten alle Bilder ausgewählt, positioniert, ausgerichtet usw. sind, dauert es etwas. So schaffe ich z.B. nach Möglichkeit eine Verbindung der sich gegenüber liegenden Bilder durch Horizonte auf gleicher Höhe, oder eine Wasserlinie, die sich ggf. auf dem folgenden Bild fortführt usw.
Hierfür werden die Bilder ggf. gedreht, ein wenig skaliert, verschoben usw. All diese, ich nenne es mal “Basisfunktionen”, sind in der Software enthalten und es ist nicht erforderlich wegen jeder Kleinigkeit die Bildbearbeitung zu bemühen – was enorm Zeit spart.
Bei all den Arbeiten zeigte sich das Programm rock solid. Keine Fehler oder gar Abstürze.

Bestellt hatte ich am Ende ein Fotobuch der Professional Line mit 90 matten Seiten und schwarzem Leder Cover. Ausschließlich bestückt mit Schwarz/Weiß-Porträts.

Zwei Tage nach absenden bzw. hochladen des Projektes kam die Versandinformation. Wie gewohnt war saal extrem schnell. Der in der Mail angekündigte Zustellungstermin wurde ebenfalls deutlich unterschritten.

Bilder wollen gedruckt sein!

Vier Tage nach Bestellung habe ich mein Buch in den Händen. Schlicht, schwarz und edel. So wie ich es haben wollte. Der erste Eindruck ist positiv. Der zweite leider nicht. Die Innenseite des Covers sieht nicht sonderlich professionell aus.

Hier zeichnet sich durch die eingeklebte Seite hindurch ein Rand ab. Und sie ist leicht wellig. Auf dem Bild ist dies vielleicht nicht so gut zu erkennen. Aber ich empfand es sofort als störend.

Die professional Line ist handmade, aber eben auch die professional Line – und hier erwarte ich höchste Qualität. Dies ist allerdings auch wirklich der einzig negative Punkt. Die sonstige Qualität überzeugt.

Der Druck ist klasse, die “Farben” entsprechen dem Softproof in Lightroom. Die Seiten sind dick und stabil und ausreichend matt. Die Lay-Flat-Bindung hat mich schon früher überzeugt und spielt ihren Vorteil so richtig aus, wenn Bilder über selbige gehen.

Aber auch sonst mag ich sie sehr, da die Seiten flach sind und die sonst übliche Biegung entfällt.

Ich danke saal digital für den freundlichen Kontakt und die Möglichkeit, die professional Line zu testen.

 

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