Die erste Ausstellung im Studienhaus war eher eine Miniausstellung. Etwas zum warm laufen.
An diesem Standort, bei der VHS im Bezirksrathaus Köln Lindenthal, hatten wir ganz andere Möglichkeiten.

Zu den Überlegungen bzgl. Größe, Format, Material habe ich mich ja bereits in Teil 1 geäußert. Hier ist nur noch zu erwähnen, dass wir trotz der unterschiedlichen Formate der Fotos ein einheitliches „Außenformat“ haben wollten.
Da es eine Gemeinschaftsausstellung ist, wollten wir einen gewissen Grad der Vereinheitlichung. Natürlich gibt es hier unterschiedliche Meinungen. Ganz besonders unter Künstlern 🙂 Also miteinander reden und am Ende abstimmen. Gelebte Demokratie.
Nach ein paar Experimenten in der Größe 40x30cm haben wir uns recht schnell auf 60x60cm geeinigt. Bei solchen Überlegungen muss auch immer der zu erwartenden Betrachterabstand berücksichtigt werden.
Aber wie es am Ende wirkt, weiß man erst, wenn es hängt 🙂

Bilder wollen gedruckt werden. Und Bilder wollen gezeigt werden.
Karl, der Leiter des Kurses sagte mal, ein Bild zu zeigen ist wie eine Meinung in den Raum zu stellen. Dem kann ich nur zustimmen. Und das i-Tüpfelchen ist es, über diese Meinung sich auszutauschen.

Einundfünfzig, vielleicht sind es auch zweiundfünfzig – ich müsste mal nachzählen – Fotos im Format 60x60cm haben schon eine Wirkung.

Zur Eröffnung am 09.05.2025 wurde live aufgespielt. Nach ein paar einführenden Worten von Frau Dieckmann, Thomas Boxberger und Karl v. Westerholt, vollführte Dr. phil. Ralf Peters eine „Grundgesetzwanderung“ (rezitierte die Grundrechte auswendig), wurde interessiert betrachtet und diskutiert.

Aus einem „Foto-Kurs“ ist ein Projekt für die Demokratie geworden. Ein Teil der ursprünglichen Kursteilnehmer hat sich zum „harten Kern“ zusammengefunden, der immer wieder darüber nachdenkt, wie die Ausstellung weitere Kreise ziehen kann. Wie mehr Menschen mit dem Thema Demokratie konfrontiert werden können um seinen Wert (wieder) zu erkennen und sich für sie starkzumachen.

Der nächste Schritt führte uns in die Schule 🙂