Ein Traum wird wahr. Oder zumindest ein Träumchen.
Seit langer Zeit möchte ich in einer kleinen Freundesgruppe einen Ausflug an die niederländische Küste machen.
Seit längerer Zeit möchte ich Anita persönlich kennenlernen.

Nun ist es Oktober 2017 endlich so weit dies unter einen Hut zu bekommen. Für ein paar Tage eine kleine Hütte in Zoutelande gemietet und für die ersten zwei Tage begleiten mich Linda und Micha.

Wer jetzt etwas durcheinander kommt und denkt, dass 2017 doch schon eine Weil her ist, der hat natürlich völlig Recht. Manchmal, bzw. viel zu oft, fange ich Beiträge an und schließe sie nicht ab. Noch mal drüber schauen, korrekturlesen, ein paar Bilder auswählen und einpassen usw. Die meisten Blogeinträge erstelle ich nicht in ein paar Minuten. Und so passiert es, dass manch ein Beitrag einen langen Geburtskanal durchläuft.
Mein letzter Beitrag hatte den Titel „Alles hat seine Zeit“. Hier wäre „Vieles braucht seine Zeit“ angebracht.
Jetzt, kurz vor dem nächsten Besuch der niederländischen Küste, wollte ich ihn dann doch endlich in die Öffentlichkeit entlassen.

Wir kamen, völlig ohne Absicht, am Tag des Kustmarathon an. Für mich ist jemand, der einen Marathon läuft, schon leicht verrückt. Aber ein Marathon mit 10km Strandabschnitt ist noch eine Ecke verrückter. Vor allem wenn Flut ist und nur der lockere Sand an der Wasserkante zum laufen übrig bleibt.

Es ist Oktober. Ich sagte es bereits. Das Wetter entsprechend, da kann man nicht erwarten, dass das Meer zum baden einlädt.

Ich liebe es. Diese Kraft, die Dynamik, das Drama am Himmel. Wundervoll.

An Tag zwei, gegen Mittag, war dann das Treffen mit Anita geplant, in Westkapelle. Linda, Micha und ich sind am Strand dorthin gegangen und Anita hatte ich per Telefon auf einen Parkplatz dort, direkt hinter den Dünen, geleitet.
Was sich da abspielte bleibt den Beteiligten vorbehalten, aber so viel sei gesagt; es war der besondere Anfang einer besonderen, und glücklicherweise bis heute andauernden Freundschaft – und nicht das letzte Mal, dass wir uns dort an der Küste trafen.

Nicht nur durch die rosarote Brille der Retrospektive war es ein wunderbares Treffen, aber den wirklichen Wert erkenne ich wie so oft erst später. In dem Moment selbst denke ich, dass er ewig dauert und vor allem wiederholbar ist.
Diese Zeilen schreibe ich ja ca. vier Jahre später, oder zumindest einen Teil davon, denn angefangen hatte ich mit dem Beitrag schon vor geraumer Zeit, und heute weiß ich natürlich, dass wir es, trotz aller Beteuerungen, nicht wieder geschafft haben zu viert ans Meer zu kommen. Und nein, dass ist nicht alles Corona zuzuschreiben. Das Leben von jedem von uns geht halt seinen eigenen Weg.
Desto mehr freue ich mich, dass es damals geklappt hat – und, auch wenn wir uns nur selten sehen, lesen, hören, wir alle noch freundschaftlich verbunden sind – und ich möchte neben die Eindrücke bzw. Erinnerungen im Kopf und den Bildern eben diesen Beitrag stellen. Beides, Bilder und Beitrag, sind Erinnerungshelfer für eben diese Eindrücke.

Wir haben uns von Anfang an gemocht. Nun ist es auch schwierig Anita nicht zu mögen, aber andersherum sehe ich das nicht als selbstverständlich an. Auch fotografisch waren wir sofort auf einer Wellenlänge. Unkompliziert und entspannt sind wir am Strand geschlendert, haben uns unterhalten und fast schon nebenbei Bilder gemacht. Es hat schlicht und ergreifend einfach nur Spaß gemacht. Alles hat gepasst.

Auch nach vier Jahren zählen einige Bilder, die hier entstanden sind, zu meinen Lieblingsbildern.

Von ganzem Herzen Danke Anita für diese Momente und viele andere!

Und dem Micha danke ich ganz herzlich für die making-of-Bilder 🙂